Altersangepasste D-Dimer-Ausschlussgrenzwerte für über 50-jährige Patienten

Zuletzt aktualisiert am 25.03.2022

Info vom 23.03.2022

In Populationen, bei welchen die D-Dimer-Konzentration häufig erhöht ist, etwa bei älteren Patienten, besteht eine eingeschränkte Spezifität des D-Dimer-Assays unter der Verwendung des herkömmlichen Grenzwerts von 500 ng/ml. Um dem entgegenzuwirken werden auf unseren Befunden ab sofort altersadjustierte D-Dimer-Grenzwerte ausgeben.

In neun Kohorten-Studien mit dem von uns verwendeten STA Liatest D-Di (Herstellerfirma Stago) wurde der Nutzen dieser Strategie untersucht und alle Autoren sprachen sich für die Verwendung altersangepasster D-Dimer-Grenzwerte aus. Auch in den Leitlinien zur Diagnose von LE des American College of Physician Guidelines wird dieses Vorgehen berücksichtigt.

Die Leistungsfähigkeit des Assays ist verbessert, da der Anteil falsch positiver Ergebnisse bei über 50-jährigen Patienten signifikant verringert wurde. Zudem zeigt sich ein klinischer Nutzen in der Reduktion des Bedarfs an bildgebenden Verfahren beim Ausschluss venöser Thromboembolien (VTE), während die Sicherheit des Tests erhalten bleibt (NPV 98,8 %).

Anbei finden Sie eine Übersicht zu den altersangepassten D-Dimer-Grenzwerten:

MessgrößeGeschlechtAlterZeitraumGrenzwertEinheit
D-Dimerem/w0 – 50Jahre< 500ng/ml
m/w51 – 60Jahre< 600ng/ml
m/w61 – 70Jahre< 700ng/ml
m/w71 – 80Jahre< 800ng/ml
m/w>81Jahre< 900ng/ml



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